MTB-Bundesliga Freudenstadt: Stirnemann hat mehr Dampf als Zwiehoff

Ben Zwiehoff führt die Favoritengruppe auf der Strecke in Freudenstadt an. Foto: Erhard Goller
Ben Zwiehoff führt die Favoritengruppe auf der Strecke in Freudenstadt an. Foto: Erhard Goller
22.09.2019 | Freudenstadt (rad-net) - Das MTB-Bundesligarennen der Herren in Freudenstadt hat Matthias Stirnemann als Sieger hervorgebracht. Der Schweizer konnte den Essener Ben Zwiehoff um 13 Sekunden auf Rang zwei verweisen, während mit Reto Indergand der Short Track-Sieger vom Samstag auf Rang drei landete (+0:32).

Die Herren lieferten dem Publikum im Freudenstädter Christophstal eine spannende Vorstellung. Es formierte sich eine fünf Fahrer starke Gruppe, mit allen Akteuren, die man dort auch erwartet hatte: Der Franzose Maxime Marotte (Cannondale Factory Racing), die Schweizer Matthias Stirnemann (Möbel Märki) und Reto Indergand (BMC Racing) und den Neuseeländer Anton Cooper (Trek Factory Racing). Mit diesen vier Bikern, die alle im Weltcup schon in die Top-Ten gefahren sind, durfte sich Ben Zwiehoff (Bergamont) auseinander setzen. Und er spielte eine sehr gute Rolle.

«Es war lange sehr taktisch. Niemand wollte zu früh was machen», erklärte Matthias Stirnemann. Es war dann Ben Zwiehoff, der eingangs der vorletzten von sieben Runden die Initiative ergriff. Am steilen und unangenehmen Anstieg zog er das Tempo an. Es waren der müde gewordene Maxime Marotte und dann auch Anton Cooper («ich fühle mich noch nicht ganz fit»), die eine größere Lücke kassierten, die sie nicht mehr schließen konnten.

Reto Indergand hatte zwar auch einige Meter Abstand auf das Duo Zwiehoff/Stirnemann, aber er konnte sie in einer Abfahrt wieder schließen. In der Schlussrunde war es dann Stirnemann, der für das Tempo am Anstieg sorgte. Wieder platzte Indergand weg und noch mal rollte er zu den beiden Konkurrenten hin. «Dann haben sie noch mal Gas», so Indergand, «dann hatte ich keine Chance mehr.»

Das Duell zwischen Stirnemann und Zwiehoff entschied sich letztlich auf einer Flachpassage. Stirnemann nahm aus einer technischen Passage ein paar Meter Vorsprung raus. «Dann habe ich durchgezogen», erzählte Stirnemann und Zwiehoff gab im Ziel zu Protokoll, dass ihm da «der Dampf» gefehlt habe. «Aber Platz zwei ist okay, das hier war ja keine Laufkundschaft», meinte der Deutsche Vize-Meister. «Ich habe gezeigt, dass ich mitmischen kann, wenn ich mit den Jungs in einer Reihe starte», sagte er im Blick auf seine Startposition im Weltcup.

Anton Cooper wurde Vierter (+1:10) vor Maxime Marotte (+1:32).

Vor dem letzten Rennen in Titisee-Neustadt liegen jetzt drei Fahrer innerhalb von zehn Punkten. Ben Zwiehoff hat mit 107 Punkten die Führung übernommen, zwei Zähler vor Reto Indergand und zehn vor Matthias Stirnemann.






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