List und Schwenk Gesamtsieger der MTB-Bundesliga 2022

Max Brandl (Mitte) gewann das Bundesliga-Finale in Wetter an der Ruhr. Foto: privat
Max Brandl (Mitte) gewann das Bundesliga-Finale in Wetter an der Ruhr. Foto: privat
26.09.2022 | Wetter/Ruhr (rad-net) - David List (Lexware) und Theresia Schwenk (RSV Heidelberg) sind die Gesamtsieger der Internationalen Mountainbike-Bundesliga 2022. Beide konnten beim finalen Lauf im nordrhein-westfälischen Wetter an der Ruhr ihre Führung verteidigen.

Auf der schnellen und konditionellen Strecke setzte sich zu Beginn des Rennens das Lexware-Trio Max Brandl, David List und Lennart Krayer vom Rest des Feldes ab. Brandl und List blieben dann auch bis zur vorletzten von acht Runden zusammen, ehe der Deutsche Meister auch seinen Teamkollegen abhängen konnte und einen Solosieg mit 17 Sekunden Vorsprung auf List einfahren konnte. Krayer wies als Dritter bereits rund dreieinhalb Minuten Rückstand auf und war bester U23-Fahrer. List ließ sich Platz eins in der Gesamtwertung nicht mehr nehmen und setzte sich mit 300 Zählern vor Niklas Schehl (Stop&Go Marderabwehr) mit 218 Punkten und Brandl mit 190 Punkten durch. In der U23 gewann der Tagesvierte Tom Schellekens aus den Niederlanden mit 165 Punkten die Bundesliga-Gesamtwertung, gefolgt von Krayer mit 159 Punkten und Ben Schweizer (Stop&Go Marderabwehr) mit 124 Punkten.

Einen niederländischen Sieg gab es im Rennen der Frauen. Dort setzte sich Lotte Koopmans (CST PostNL-Bafang) mit rund anderthalb Minuten Vorsprung vor Githa Michiels (CPxScott) und Theresia Schwenk durch. Schwenk reichte der dritte Platz, um ihren Bundesliga-Gesamtsieg zu festigen. Sie setzte sich mit 167 Punkten vor Vorjahres-Gesamtsiegerin Evelyn Behre (140/DDMC Güldenmoor) und Koopmans (120) durch. In der Gesamtwertung der Frauen U23 setzte sich die Niederländerin Rosa van Doorn mit 114 Punkten knapp vor Jette Aelken (ATV Haltern) mit 113 Punkten durch. Andrea Kravanja (86/Stevens Schubert Racing Team) belegte den dritten Rang.

Im Rennen der Junioren war Weltmeister Paul Schehl (Lexware) nicht zu schlagen. Er gewann mit über zwei Minuten Vorsprung vor Kristoffer Andersen und seinem Teamkollegen Jonas Kings. «Mit Paul Schehl hat in der U19 der sicherlich stärkste Fahrer der Saison gewonnen. Es war schön zu sehen, dass er auch nach der WM weiter gut trainiert hat und sein Trikot in guter Form und stolz präsentieren konnte», so Marc Schäfer, Bundestrainer der Junioren und Juniorinnen, gegenüber rad-net. Schehl hatte auch in der Gesamtwertung mit insgesamt 248 Punkten einen deutlichen Vorsprung von 100 Zählern auf Máté Balázs (BikeAid), der in Wetter den sechsten Platz belegte. Der dritte Gesamtrang ging an Benjamin Krüger (Lexware) mit 135 Punkten.

Bei den Juniorinnen war Natalie Kaufmann (Stevens MTB Racing Team) als einzige Nationalfahrerin am Start und gewann entsprechend deutlich mit über drei Minuten Vorsprung vor Luna Cnossen aus den Niederlanden und Karla Ruh (B&W bike.cases). Mit ihrem Tageserfolg schnappte sich Kaufmann auch noch den Gesamtsieg. Sie sammelte insgesamt 250 Punkte und setzte sich vor Paula Leupold (Jota), die aufgrund ihres Einsatzes bei der Cross-Triathlon-WM in Wetter fehlte, mit 196 Punkten und Antonia Weeger (Lexware) mit 168 Punkten durch.

Die Mountainbike-Bundesliga bestand in diesem Jahr aus insgesamt sieben Läufen, die ersten beiden fanden bereits am 19. und 20. März in Krumbach beziehungsweise Obergessertshausen statt; weitere Stationen waren Heubach, Saalhausen, Gedern und Weißenfels, ehe das Finale in Wetter an der Ruhr ausgetragen wurde. Nach zwei coronabedingt schwierigen Jahren, konnte die Serie damit wieder vollumfänglich stattfinden.

Schäfer bedauerte allerdings die teilweise schwache Teilnahme von den deutschen Spitzen-Mountainbikern. «Die vielen Weltcups machen sich da beispielsweise bei den Teilnehmerzahlen bemerkbar. Es gab neun Weltcups dieses Jahr. Da ist leider nicht viel Luft, um noch andere Rennen zu fahren», weiß der Trainer über die Problematik, die vor allem den Elite-Bereich betrifft, Bescheid. «Insgesamt müssen wir sehen, dass wir die Serie Stück für Stück voranbringen. Ich hoffe, dass wir auch nächstes Jahr - auch mit der doch großen Anzahl von Rennen - eine ähnliche Serie für die Sportler auf die Beine stellen können.»

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